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64-600 Oborniki, Dąbrówka Leśna, ul. Gajowa 1, tel. 0612971302, oborniki@poznan.lasy.gov.pl  
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Die Oberförsterei Oborniki

ul. Gajowa 1

64-600 Oborniki

Tel.: 061/297-13-02, Fax: 061/297-13-61

oborniki@poznan.lasy.gov.pl

www.poznan.lasy.gov.pl/oborniki

 

         Die Wälder der Oberförsterei Oborniki sind Teil vom Puszcza Notecka (Netzeurwald). Es ist ein Gebiet im Warta-Noteć-Tal, wo Sandebenen auftreten, auf denen zahlreiche Dünen entstanden sind. Im übrigen südlichen Teil der Oberförsterei überwiegen Böden, die aus Eisbergsand und Lehm entstanden sind. Es ist ein landschaftlich sehr interessantes Gebiet, mit üppigen Wäldern im Warta-Einzugsgebiet.

         Die Oberförsterei Oborniki wurde 1893 aus einem Teil von Staats- und Privatwäldern gegründet. Die Gesamtfläche lag damals bei 7.088 ha. Die Oberförsterei  Oborniki setzt sich zusammen aus 18 Förstereien sowie einer Baumschule. Die territoriale Reichweite beträgt  60.728 ha. Die Grundstücke der Oberförsterei nehmen eine Fläche von 20.903 ha, darunter  20.131 ha Wald, in Anspruch.

Die Wälder der Oberförsterei werden grundsätzlich durch Nadelbäume geprägt. Die häufigste Art ist die gemeine Kiefer, die 90,5 % der Waldfläche einnimmt, dann Birke mit - 2,9 %, Eiche - 2,6 %, Erle - 2,2 % und sonstige - 1,8 %.

         Im Jahre 2004 gingen die Wälder von der Oberförsterei in den sogenannten Waldkomplex „Puszcza Notecka” mit waldpädagogischer Funktion über. Es ist mit 137.273ha Fläche der größte solche Waldkomplex in Polen und nimmt drei Direktionen der Staatswälder ein: Poznan, Pila und Szczeciń. Er besteht aus 7 Oberförstereien: Potrzebowice, Wronki, Krucz, Sieraków, Oborniki, Karwin, Międzychód.

         Die interessantesten Naturobjekte werden in Form eines Reservates geschützt. Auf dem Gebiet der Oberförsterei Oborniki befinden sich drei Florareservate: „Świetlista Dąbrowa”, „Promenada” und „Dołęga”.

         Im Reservat „Świetlista Dąbrowa” soll der, aus wissenschaftlichen und pädagogischen Gründen  so wertvolle Wald der polnischen Tiefebene, der alte bodensaure Eichenwald auf Sandebenen (Potentillo albae-quercetum) geschützt werden. Das Reservat besteht aus Eichenwäldern und gemischten Wäldern mit alten Kiefern, der gewöhnlichen Haselnuss, den Geländeabsenkungen mit periodisch stehendem Wasser sowie aus Findlingen. Es wurden hier folgende seltene Pflanzenarten festgestellt: weißes Fingerkraut, der Hügel-Klee, die Berg-Segge, Vielblütiger Hahnenfuß, Lungenkraut und Färberginster. Interessant ist die Genese der Waldbildung des Typs Potentillo albae-quercetum. Die Entstehung hängt mit der früheren Viehweidung auf diesem Gebiet. Die Weidung  führte dazu, dass nur wenige kleine Pflanzen und junge Bäume überleben konnten und dadurch wurde der Wald in den niedrigen Etagen besser durch die Sonne belichtet. Diese Bedingungen waren der Entwicklung von Sonneliebenden pflanzen zuträglich.

         Das Reservat „Dołęga” wurde gegründet um die seltenen Standorte von Riesen-Schachtelhalm (Equisetum telmateia  zu schützen. Diese Gattung wächst selten in der Ebene, dafür aber häufiger in den niedrigen Etagen von Sudeten und Karpaten. Aufgrund des besonderen Charakters dieses Reservates (sehr steiler Hang) ist es nicht möglich sich hier frei zu bewegen. Es besteht die Möglichkeit das Reservat von der Westseite zu besichtigen.

Das Reservat „Promenada” wurde für den Schutz eines gut erhaltenen mitteleuropäischen Hainbuchewaldes - tonreiche wärmeiszeitliche Grundmoräne (Galio silvatici-carpinetum) gegründet. Die Eiche macht 80% aller Baumarten aus. Hier stehen viele stattliche Baumdenkmalobjekte, vor allem Eichen mit einem Umfang von 730 cm. Im Waldboden wachsen viele seltene und geschützte Arten, wie der großflächig wachsende Hohler Lerchensporn, der im frühen Frühling blüht. So gut ausgebildeter Hainbuchenwald mit der erwähnter Frühlingspracht ist einer der wenigen in diesem Teil von  Wielkopolska.

         Eine andere Art des Reservates ist das Wasserreservat „Wełna” mit einer  Gesamtfläche von 9,55 ha und einem Teil des Flussabschnittes von 3,5 km (zwischen Brennerei im Ort Wełna und der Mühle in Jaracz). Es  wurde 1959 gegründet um die typische für Gebirgsflüsse mit starker Strömung der Fauna und Flora zu schützen. Auf den Austern und dem steinigen Boden lebt Thorea ramosissiuma. Es ist der einzige Ort, wo diese Algen  in Polen vorkommen. Auf den Gebirgscharakter dieses Flussabschnittes weist ein anderer seltener rötlicher Steinbewuchs (Hildebrandia rivularis) hin. Der Fluss in diesem Lauf bildet einige Kurven mit steiler, bewaldeter linken Uferseite. Im Reservat wurden 31 Gattungen von Schnecken und Muscheln (u.a. 3 verschiedene  Arten der Malermuschel) sowie Schnecken, wie z.B. Fluss-Napfschnecke entdeckt. Die Uferhänge sind willkommenes Zuhause für den  Bieber, der im Reservat lebt. Die reichhaltige Fauna und Flora bereichen viele Fischarten wie  die Barbe, der Döbel und der Hasel. Neben den Naturreservaten wurden in den Gebiet Oberförsterei zwei landschaftlich geschützte Gebiete bestimmt: „Puszcza Notecka” sowie „Dolina Wełny und Rynna Połaniecko-Wągrowiecka”. Als Naturdenkmalobjekte wurden  einzelne Bäume, Findlinge und Baumgruppen mit 80 an der Zahl gezählt.

 

         Das Gebiet der Oberförsterei Oborniki durchforsten touristische Wanderwege, Fahrradstrecken sowie Naturerlebnispfade:

1. In dem Gebiet der Försterei Daniele wurde ein Naturerlebnispfad „Dębowy Las” angelegt. Auf einer Strecke von 6 km und 12 an Etappenzielen wird auf die allgemeine Forstwirtschaft und Naturproblematik eingegangen.

         2. Der zweite Pfad  „Dolina Kończaka”, liegt in der Försterei Kiszewko 1,6 km von Stobnica entfernt. Der beginn ist auf dem Parkplatz an dem Waldweg zwischen Stobnica und Boruszyn. Die Strecke gekennzeichnet mit einem Biebersymbol ist 7,7 km lang und besteht aus 12 Etappenzielen. Beim normalen Schritttempo brauchen wir für diese Strecke ca. 4-5 Stunden. Der Pfad führt in einem einfachen Gelände am Bach Kończak entlang. Am Parkplatz und an den Informationstafeln wurden Tische und Bänke aufgestellt. Die Nähe von Stobnica mit dem Forschungsinstitut der Landwirtschaftsuniversität in Poznan ist eine weitere Touristenattraktion. Hier werden Zuchtprojekte und Arbeiten an der Reintroduktion der seltenen oder vom Aussterben bedrohten Tieren (Wölfe, Wildpferde, der Auerhahn) geführt. Die größte Attraktion der Zuchtstation sind die in der großen Voliere lebenden Wölfe und polnische Pferde.

         3. Der Naturerlebnispfad  „Umweltschutz vs. Jagdwesen ” wurde in der Försterei Oborniki,  1 km von Dąbrówka Leśna abgesteckt und beginnt an dem Jägerschiessstand. Er besteht aus 14 Etappenzielen mit 26 bunten Ansichtsinformationstafeln und Sitzgelegenheiten. Die Strecke ist 1,2 km lang mit Lagerfeuerplatz. 

         4. Im Gebiet von  Försterei Rożnowo wurde Naturerlebisspfad „Dolina Wełny” angelegt. Er beginnt in Rożnowo am Bahnhof. Die 16,5 km lange Strecke wurde für die Reitsportfans und Fahrradfahrer konzipiert. Um das verschiedenartige Gelände auf beiden Seiten der Welna zu erkunden, kann man ein Pferdegespann anmieten. Besonders sehenswert sind hier verschiedene Waldtype ihre Struktur und Baumalter. Im unteren Lauf der Wełna werden Kanufahrten organisiert und dieser Abschnitt zählt zu den interessantesten Kanustrecken in ganz Polen. Am Pfad befindet sich Musem für Mühlwesen und eine Emufarm in Jaracz sowie eine Nationalgedenkstätte bei Rożnowo.

         5. Der Fahrradweg von 90 km: "Ring-Reservat um die Stadt und Gemeinde  Oborniki" führt im Ring um die Stadt und Gemeinden von Oborniki. Der Beginn ist auf dem Parkplatz vom Schwimmbad, dann führt er weiter zur Schleuse an der Welna und zum Ihtiologiereservat „Słonawy”. Die Strecke wurde speziell entlang des Welna-, Warte-, und Kończak-Tals angelegt und durchquert 10 Reservate.

In der Oberförsterei Oborniki wurde im Jahre 2004 die „Bildungskammer über Puszcza Notecka”etabliert. Nach telefonischer Absprache können hier die Schulen Unterricht abhalten und den Rat eines Försters hinzuziehen.

 

 



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Redaktor serwisu: Mirosław Górski, Jarosław Bator
  Data aktualizacji serwisu
2010-08-30